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375. Verfassung der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg – Hochschule für Soziale Arbeit, Diakonie und Religionspädagogik – staatlich anerkannte Fachhochschule der Evangelischen Landeskirche in Württemberg

Vom 18. Dezember 1979

(Abl. 49 S. 77) in der Fassung vom 28. Januar 2009 (Abl. 63 S. 339)

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Präambel

Die Evangelische Hochschule Ludwigsburg (Hochschule), vormals Evangelische Fachhochschule Reutlingen-Ludwigsburg, erfüllt ihre Aufgabe in Freiheit und Bindung des Evangeliums sowie in der Freiheit von Wissenschaft, Forschung, Lehre und Studium.
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§ 1
Name, Rechtsform und Sitz

( 1 ) Die Hochschule führt die Bezeichnung „Evangelische Hochschule Ludwigsburg – Hochschule für Soziale Arbeit, Diakonie und Religionspädagogik – staatlich anerkannte Fachhochschule der Evangelischen Landeskirche in Württemberg“. Im internationalen Verkehr kann die Zusatzbezeichnung „Protestant University of applied Sciences“ verwendet werden.
( 2 ) Die Evangelische Hochschule Ludwigsburg ist eine staatlich anerkannte Hochschule im Sinne des Landeshochschulgesetzes und nicht rechtsfähige Einrichtung der Evangelischen Landeskirche in Württemberg. Sie hat ihren Sitz in Ludwigsburg.
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§ 2
Zielsetzung und Aufgaben

( 1 ) Die Hochschule weiß sich dem diakonischen Auftrag und der Bildungsverantwortung der Evangelischen Kirche verpflichtet.
( 2 ) Die Hochschule bereitet auf wissenschaftlicher Grundlage durch anwendungsbezogene Lehre auf berufliche Tätigkeiten in Arbeitsbereichen der Sozialen Arbeit, der Bildungsarbeit, der Religionspädagogik und der Diakonie vor.
( 3 ) Zu den Aufgaben der Hochschule gehören auch Studienangebote der Fort- und Weiterbildung.
( 4 ) Im Rahmen ihres Bildungsauftrags nimmt die Hochschule Forschungs- und Entwicklungsaufgaben wahr.
( 5 ) Die Hochschule übernimmt Verantwortung für Forschung und Lehre in den Sozial- und Humanwissenschaften und der Evangelischen Theologie, insbesondere der Religionspädagogik und Diakoniewissenschaft und trägt hierdurch Sorge für die sozial-, human- und diakoniewissenschaftliche sowie religionspädagogische und theologische Reflexion des Sozial- und Bildungswesens von Kirche und Gesellschaft.
( 6 ) An der Hochschule findet die Regelausbildung für Diakoninnen und Diakone der württembergischen Landeskirche statt. Sie arbeitet mit der Stiftung Karlshöhe Ludwigsburg bei der Ausbildung, Fortbildung und Weiterbildung von Diakoninnen und Diakonen zusammen.
( 7 ) Sie kooperiert mit anderen Hochschulen und Organisationen in Fragen der Ausbildung, Fortbildung und Weiterbildung sowie der Forschung auf nationaler und internationaler Ebene.
( 8 ) Bei der Erfüllung ihrer Aufgaben ist sie unter Beachtung von Vielfalt und Verschiedenheit und der evangelischen Zielsetzung den Grundsätzen der allgemeinen Gleichbehandlung verpflichtet. Sie unterstützt die Entwicklung einer interkulturellen, interreligiösen und ökumenischen Perspektive. Sie wirkt auf die Beseitigung bestehender Benachteiligungen hin, berücksichtigt die besonderen Bedürfnisse von Studierenden mit Assistenzbedarf und fördert die tatsächliche Durchsetzung der Chancengleichheit von Frauen und Männern.
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§ 3
Aufgaben der Trägerin

( 1 ) Die Evangelische Landeskirche in Württemberg stellt sicher, dass die Mitglieder der Hochschule die durch Art. 5 Abs. 3 S. 1 Grundgesetz verbürgte Freiheit der Wissenschaft, Forschung und Lehre wahrnehmen können. Sie übernimmt Verantwortung für die Einhaltung der Zielsetzung der Hochschule Ludwigsburg durch die Ausübung ihrer Rechte gemäß der Kirchlichen Verordnung über die Evangelische Hochschule Ludwigsburg.
( 2 ) Unbeschadet der Aufsicht des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst nach dem Gesetz über die Hochschulen und Berufsakademien in Baden-Württemberg (Landeshochschulgesetz – LHG) in der jeweils geltenden Fassung untersteht die Hochschule der Aufsicht der Evangelischen Landeskirche in Württemberg als Trägerin.
( 3 ) Die Hochschule verwaltet im Rahmen dieser Verfassung ihre Angelegenheiten selbst.
( 4 ) Die Aufgaben und die Rechte der Evangelischen Landeskirche in Württemberg als Trägerin der Hochschule werden von einem Kuratorium und vom Oberkirchenrat wahrgenommen.
( 5 ) Entscheidungen über grundsätzliche Änderungen beim Betrieb der Hochschule werden von den zuständigen Organen im Einvernehmen mit dem Oberkirchenrat getroffen. Insbesondere ist das Einvernehmen mit dem Oberkirchenrat erforderlich bei:
  1. der Änderung der Verfassung der Hochschule,
  2. der Bestellung und Abberufung des Rektors oder der Rektorin und des Prorektors oder der Prorektorin sowie bei der Einstellung und Entlassung des Verwaltungsdirektors oder der Verwaltungsdirektorin.
( 6 ) Soweit nichts Abweichendes geregelt ist, entscheidet das Kuratorium im Benehmen mit den zuständigen Organen.
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§ 4
Kuratorium

( 1 ) Das Kuratorium nimmt für die Evangelische Landeskirche in Württemberg als Trägerin der Hochschule folgende Aufgaben und Rechte wahr:
  1. die Zustimmung zum Hochschulentwicklungsplan,
  2. die Zustimmung zur Berufung, Einstellung und Entlassung der hauptberuflichen Mitglieder des Lehrkörpers; das umfasst auch die Zustimmung zu Ausnahmen nach § 8 Abs. 2,
  3. die Stellungnahme gegenüber dem Kollegium des Oberkirchenrats zur Bestellung und Abberufung des Rektors oder der Rektorin und des Prorektors oder der Prorektorin sowie bei der Einstellung und Entlassung des Verwaltungsdirektors oder der Verwaltungsdirektorin,
  4. die Stellungnahme gegenüber dem Kollegium des Oberkirchenrats bei Änderungen der Verfassung der Hochschule,
  5. die Genehmigung des Entwurfs des Haushalts- und Stellenplans,
  6. die Erörterung des Jahresberichts des Rektors oder der Rektorin,
  7. Zustimmung zur Bildung, Veränderung, Aufhebung, Zuordnung und Organisation von Instituten (§ 23 Abs. 2).
( 2 ) Dem Kuratorium gehören an:
  1. der zuständige Dezernent oder die zuständige Dezernentin des Oberkirchenrats als Vorsitzender oder Vorsitzende,
  2. ein Vertreter oder eine Vertreterin der Stiftung Karlshöhe Ludwigsburg,
  3. ein Vertreter oder eine Vertreterin des Diakonischen Werks der evangelischen Kirche in Württemberg e. V.,
  4. ein Mitglied der Landessynode,
  5. ein Vertreter oder eine Vertreterin einer sozialen Einrichtung oder der kirchlichen Bildungsarbeit,
  6. ein Vertreter oder eine Vertreterin der Stadt oder des Landkreises Ludwigsburg,
  7. ein Sozial- oder Erziehungswissenschaftler bzw. eine Sozial- oder Erziehungswissenschaftlerin einer staatlichen Hochschule.
Für jedes Mitglied ist ein Stellvertreter oder eine Stellvertreterin zu benennen.
( 3 ) Das Mitglied des Kuratoriums nach Absatz 2 Nr. 1 gehört dem Kuratorium kraft Amtes an. Die Mitglieder des Kuratoriums nach Absatz 2 Nr. 2, 3 und 5 bis 7 sowie die Stellvertreter oder Stellvertreterinnen nach Absatz 2 Nr. 1 bis 3 und Nr. 5 bis 7 werden im Benehmen mit den jeweiligen Einrichtungen vom Landesbischof oder der Landesbischöfin berufen. Das Mitglied nach Absatz 2 Nr. 4 und seine Stellvertretung wird für die Dauer der Wahlperiode der Württembergischen Evangelischen Landessynode von dieser gewählt.
( 4 ) An den Sitzungen des Kuratoriums nehmen beratend teil:
  1. das Rektorat,
  2. zwei Studierende, die vom Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) entsandt werden,
  3. ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin des Oberkirchenrats als geschäftsführendes Mitglied,
  4. zwei hauptberufliche Lehrkräfte, die von der Gruppe der hauptberuflichen Lehrkräfte entsprechend § 13 Abs. 2 gewählt werden.
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§ 5
Arbeitsweise des Kuratoriums

( 1 ) Das Kuratorium tritt bei Bedarf, mindestens jedoch zweimal im Jahr zusammen.
( 2 ) Das Kuratorium gibt sich eine Geschäftsordnung, die der Zustimmung des Oberkirchenrats bedarf. Diese kann für bestimmte Aufgaben einen beschließenden Ausschuss des Kuratoriums vorsehen und mit bestimmten Aufgaben den Rektor oder die Rektorin beauftragen.
( 3 ) Das Kuratorium kann sachkundige Personen zu seinen Beratungen zuziehen.
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§ 6
Mitgliedschaft

( 1 ) Mitglieder der Hochschule sind:
  1. die Mitglieder des Lehrkörpers (§§ 7 bis 9),
  2. die immatrikulierten Studierenden (§§ 10 und 11),
  3. die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und
  4. die weiteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
( 2 ) Mitglieder der Hochschule sind auch:
  1. ehemals hauptberufliche Lehrkräfte im Ruhestand,
  2. Gastprofessoren und Gastprofessorinnen und
  3. Honorarprofessoren und Honorarprofessorinnen.
( 3 ) Die Mitglieder nach Absatz 2 sind im Rahmen der Selbstverwaltung der Hochschule nicht wahlberechtigt und nicht wählbar. Sie nehmen beratend teil an der Berichterstattung des Rektorats über die Umsetzung des Hochschulentwicklungsplans (§ 14 Abs. 1). Im Übrigen bestimmen sich die Rechte und Pflichten der Mitglieder der Hochschule nach dieser Verfassung.
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§ 7
Lehrkörper

( 1 ) Zum Lehrkörper gehören:
  1. die hauptberuflich an der Hochschule tätigen Lehrkräfte,
  2. die nebenberuflich an der Hochschule tätigen Lehrkräfte einschließlich der Lehrbeauftragten.
( 2 ) Hauptberuflich tätig sind Lehrkräfte, die einen Dienstauftrag mit mindestens 50 v. H. zeitlicher Inanspruchnahme wahrnehmen.
( 3 ) Die Mitglieder des Lehrkörpers erfüllen ihren Auftrag unbeschadet der Vorschriften des Landeshochschulgesetzes in der jeweils geltenden Fassung gemäß § 2 Abs. 1 im Rahmen ihres Dienstverhältnisses sowie der Beschlüsse der Organe der Hochschule in eigener wissenschaftlicher und pädagogischer Verantwortung. Sie haben in den Organen der Hochschule und in der Hochschulselbstverwaltung nach Maßgabe dieser Verfassung mitzuarbeiten und an Prüfungen mitzuwirken.
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§ 8
Berufungsvoraussetzungen für hauptberuflich tätige Lehrkräfte1#

( 1 ) In ihrer Vorbildung, Eignung und Befähigung müssen hauptberufliche Lehrkräfte den Anforderungen genügen, die das Landeshochschulgesetz vorsieht sowie die Zielsetzung der Hochschule bejahen und fördern.
( 2 ) Die Erweiterte Hochschulleitung kann mit Zustimmung des Kuratoriums Ausnahmen zulassen, soweit es der Eigenart des Faches und den Anforderungen der Stelle entspricht und der Bewerber oder die Bewerberin hervorragende fachliche Leistungen in der Praxis und pädagogische Eignung nachweist.
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§ 9
Berufung

( 1 ) Die Berufung, Einstellung und Entlassung der hauptberuflichen Lehrkräfte obliegt der Erweiterten Hochschulleitung. Sie bedarf der Zustimmung des Kuratoriums.
( 2 ) Die Berufung der hauptberuflichen Lehrkräfte der Hochschule erfolgt nach öffentlicher Stellenausschreibung auf Vorschlag einer vom Senat eingesetzten Berufungskommission. Der Vorschlag soll drei Namen in der Reihenfolge eins bis drei enthalten.
( 3 ) Die Erweiterte Hochschulleitung kann im Einvernehmen mit dem Senat dem Kuratorium abweichend von Absatz 2 Berufungsvorschläge auch ohne Ausschreibung der Stelle zur Zustimmung vorlegen.
( 4 ) Das Nähere regelt eine Berufungsordnung.
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§ 10
Studierende

( 1 ) Student oder Studentin ist, wer an der Hochschule immatrikuliert ist. Das Nähere regelt die Immatrikulationsordnung.
( 2 ) Zur Wahrnehmung ihrer Belange bilden die Studierenden der Hochschule die Studierendenschaft. Ihr gehören alle Studierenden an.
( 3 ) Die Organe der Studierendenschaft sind:
  1. die Vollversammlung,
  2. der AStA.
Weitere Organe können gebildet werden.
( 4 ) Die Studierenden verwalten ihre Angelegenheiten selbständig im Rahmen des geltenden Rechts sowie auf der Grundlage dieser Verfassung.
( 5 ) Die Studierendenschaft gibt sich eine Satzung. Die Satzung ist angenommen, wenn mindestens die Hälfte der Studierendenschaft zustimmt. Die Satzung wird durch den Senat genehmigt. Kann die Satzung vom Senat nicht genehmigt und auf Vermittlung des Senats von der Studierendenschaft keine genehmigungsfähige Satzung vorgelegt werden, so erlässt der Senat nach Anhörung der Studierendenschaft und nach Ablauf einer Frist von drei Monaten eine Satzung entsprechend Absatz 6.
( 6 ) Die Satzung der Studierendenschaft trifft nähere Bestimmungen über die Wahl, die Zusammensetzung, die Ziele und Aufgaben sowie über die Beschlussfähigkeit der Organe der Studierendenschaft.
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§ 11
Aufgaben der Studierendenschaft

( 1 ) Die Studierendenschaft hat insbesondere folgende Aufgaben:
  1. die Vertretung der Gesamtheit ihrer Mitglieder im Rahmen dieser Verfassung,
  2. die Wahrnehmung der Interessen ihrer Mitglieder, insbesondere im Blick auf die Studienqualität,
  3. die Wahrnehmung der sozialen Belange der Studierenden, soweit sie nicht dem Studentenwerk oder anderen Stellen übertragen sind,
  4. die Pflege der Beziehungen zu Studierenden im regionalen, überregionalen und internationalen Bereich und den evangelischen und katholischen Hochschulgemeinden,
  5. die Förderung kultureller Interessen der Studierenden.
( 2 ) Die Studierendenschaft erhält zur Durchführung ihrer Aufgaben einen angemessenen Förderungsbeitrag von der Hochschule.
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§ 12
Organe

( 1 ) Die Organe der Hochschule sind
  1. der Senat (§§ 13 und 14),
  2. der Rektor oder die Rektorin (§ 15) und das Rektorat (§§ 16 und 17),
  3. die Erweiterte Hochschulleitung (§ 18).
( 2 ) Die Mitgliedschaft in den Organen wird, vorbehaltlich etwaiger Zustimmungen oder Ernennungen, mit der Annahme der Wahl begründet; sie erlischt durch Ablauf der Amtszeit, Niederlegung des Amtes oder Ausscheiden aus der Hochschule. Bei Niederlegung des Amtes wird das Amt durch den bisherigen Stelleninhaber oder die bisherige Stelleninhaberin kommissarisch bis zur Neubesetzung weitergeführt.
( 3 ) Der Senat tagt grundsätzlich hochschulöffentlich. Die Öffentlichkeit kann durch Beschluss aufgehoben werden, wenn der Beratungsgegenstand es erfordert; Personalangelegenheiten und personenbezogene Prüfungsangelegenheiten werden grundsätzlich nicht öffentlich behandelt. Gegenstände nicht öffentlicher Beratung und Beschlussfassung unterliegen der Verschwiegenheit.
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§ 13
Der Senat

( 1 ) Dem Senat gehören an
  1. kraft Amtes:
    1. die Mitglieder des Rektorats nach § 16 Abs. 1,
    2. die hauptberuflichen Lehrkräfte;
  2. aufgrund von Wahlen:
    1. zwei wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,
    2. drei weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,
    3. studentische Vertreter oder Vertreterinnen, deren Anzahl ein Drittel der unter Nr. 1 a und 1 b genannten Mitglieder beträgt,
    4. zwei Lehrbeauftragte.
( 2 ) Die Amtszeit beträgt drei Jahre, die der Studierenden ein Jahr. Es wird in Gruppen gewählt. Gewählt ist, wer die Mehrheit der Stimmen erhält. Näheres regelt eine Wahlordnung.
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§ 14
Aufgaben des Senats

( 1 ) Der Senat beschließt die Grundzüge der Struktur- und Hochschulentwicklungsplanung sowie deren jährliche Fortschreibung und kontrolliert deren Umsetzung. Das Rektorat erstattet jährlich dem Senat über die Umsetzung Bericht. Der Hochschulentwicklungsplan umfasst fünf Jahre und enthält unter Beachtung der Gleichstellungsgrundsätze (vgl. § 2 Abs. 8) insbesondere
  1. die Aufgaben der Hochschule,
  2. die vorgesehene fachliche, strukturelle, personelle und finanzielle Entwicklung,
  3. Schwerpunkte von Lehre und Forschung,
  4. die angestrebten Studienplätze der einzelnen Studiengänge, und
  5. einen Gleichstellungsplan für die hauptberuflichen Lehrkräfte.
( 2 ) Weitere Aufgaben des Senats sind:
  1. Beschlussfassung zur Änderung der Verfassung im Einvernehmen mit dem Oberkirchenrat,
  2. Beschluss einer allgemeinen Geschäftsordnung, die für die Gremien der Hochschule gilt, sofern sie sich keine Geschäftsordnung geben,
  3. Beschluss einer Wahlordnung für die Wahlen zu den Gremien der Hochschule,
  4. Beschluss einer Ordnung gemäß § 19,
  5. Erörterung zu den Entwürfen der Ordnungen und Satzungen der Hochschule,
  6. Vorschlag zur Bestellung und Abberufung des Rektors oder der Rektorin und des Prorektors oder der Prorektorin an das Kuratorium,
  7. Stellungnahme zur Einstellung und Entlassung des Verwaltungsdirektors oder der Verwaltungsdirektorin,
  8. Erörterung des Jahresberichtes des Rektors oder der Rektorin,
  9. Erörterung des Jahresberichtes der Gleichstellungsbeauftragten,
  10. Erörterung des Entwurfs des Haushalts- und Stellenplans,
  11. Beschlussfassung zur Einrichtung oder Auflösung von Studiengängen,
  12. Beschlussfassung zur Errichtung oder Auflösung von Instituten oder vergleichbaren Einrichtungen in Lehre, Forschung und Weiterbildung,
  13. Vorschläge über die Berufung zum Honorarprofessor oder zur Honorarprofessorin,
  14. Wahl der Studiengangsleiter und Studiengangsleiterinnen,
  15. Wahl von drei Mitgliedern der Studienkommission für die Erweiterte Hochschulleitung (§ 18 Abs. 1 Nr. 2),
  16. Einsetzung einer Berufungskommission für die Berufung der hauptberuflichen Lehrkräfte (§§ 9 Abs. 2, 18 Abs. 3).
( 3 ) Die Beschlüsse des Senats werden mit der Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst. Beschlüsse zur Änderung der Verfassung (Abs. 2 Nr. 1) und der Ordnung (Abs. 2 Nr. 4) benötigen eine Zwei-Drittel-Mehrheit der Mitglieder des Senats.
( 4 ) Der Senat kann Ausschüsse bilden.
( 5 ) Der Rektor oder die Rektorin führt den Vorsitz.
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§ 15
Rektor oder Rektorin

( 1 ) Der Rektor oder die Rektorin vertritt die Hochschule nach außen. Er oder sie legt die Richtlinien für die Arbeit des Rektorats der Hochschule fest und führt den Vorsitz im Rektorat. Er oder sie übt die vom Oberkirchenrat übertragenen Befugnisse als Dienstvorgesetzter aus. Der zuständige Dezernent oder die zuständige Dezernentin ist Dienstvorgesetzter oder Dienstvorgesetzte des Rektors oder der Rektorin.
( 2 ) Der Rektor oder die Rektorin wahrt die Ordnung in der Hochschule und übt das Hausrecht aus. Ihm oder ihr obliegt die Rechtsaufsicht über die Organe der Hochschule und die Studierendenschaft.
( 3 ) Hält der Rektor oder die Rektorin Maßnahmen, Entscheidungen oder Beschlüsse von Organen, Gremien oder Amtsträgern oder Amtsträgerinnen mit Ausnahme des Kuratoriums für rechtswidrig oder nach den Grundsätzen der Wirtschaftlichkeit für nicht vertretbar, so hat er oder sie diese zu beanstanden und auf Abhilfe zu dringen; die Beanstandung hat aufschiebende Wirkung. Wird der Beanstandung nicht abgeholfen, ist das Kuratorium zu beteiligen. Lässt sich auch nach Beteiligung des Kuratoriums keine Lösung finden, entscheidet der Oberkirchenrat.
( 4 ) Der Rektor oder die Rektorin wird auf Vorschlag des Senats unter Berücksichtigung der Stellungnahme des Kuratoriums vom Oberkirchenrat aus dem Kreis der hauptberuflichen Lehrkräfte für eine Amtszeit von fünf Jahren bestellt.
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§ 16
Rektorat

( 1 ) Dem Rektorat gehören der Rektor oder die Rektorin, der Prorektor oder die Prorektorin und der Verwaltungsdirektor oder die Verwaltungsdirektorin an.
( 2 ) Der Prorektor oder die Prorektorin wird auf Vorschlag des Senats unter Berücksichtigung der Stellungnahme des Kuratoriums vom Oberkirchenrat aus dem Kreis der hauptberuflichen Lehrkräfte für eine Amtszeit von fünf Jahren bestellt.
( 3 ) Der Verwaltungsdirektor oder die Verwaltungsdirektorin wird unter Berücksichtigung der Stellungnahmen des Senats und des Kuratoriums vom Oberkirchenrat bestellt.
( 4 ) Der Senat kann mit einer Mehrheit von drei Vierteln seiner Mitglieder dem Oberkirchenrat die Abberufung oder Entlassung einzelner Mitglieder des Rektorats vorschlagen. Der Vorschlag ist über das Kuratorium vorzulegen.
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§ 17
Aufgaben des Rektorats

( 1 ) Das Rektorat leitet die Hochschule. Das Rektorat ist für alle Angelegenheiten zuständig, die nicht durch diese Verfassung oder die Geschäftsordnung einem anderen Organ zugewiesen sind. Es entscheidet auf der Grundlage des Hochschulentwicklungsplanes insbesondere über
  1. die Umsetzung der Struktur- und Entwicklungsplanung,
  2. die Personalentwicklung,
  3. die Planung der baulichen Entwicklung,
  4. die Aufstellung des Entwurfs des Haushalts- und Stellenplans,
  5. den Vollzug des Haushalts- und Stellenplans,
  6. den Erlass von Ordnungen und Satzungen.
( 2 ) Das Rektorat bereitet die Sitzungen des Senats vor und vollzieht dessen Beschlüsse sowie die Beschlüsse des Kuratoriums.
( 3 ) Das Rektorat kann in dringenden Fällen den Senat kurzfristig einberufen und die kurzfristige Einberufung eines jeden anderen Organs fordern und verlangen, dass über bestimmte Gegenstände unter seiner Mitwirkung beraten und in seiner Anwesenheit entschieden wird. Kann die Entscheidung nicht rechtzeitig herbeigeführt werden, trifft das Rektorat die erforderlichen Maßnahmen selbst und unterrichtet das zuständige Organ unverzüglich von den getroffenen Maßnahmen. Ist ein Organ dauernd beschlussunfähig, kann es unter Anordnung seiner Neuwahl vom Rektorat aufgelöst werden.
( 4 ) Das Rektorat hat den Senat und seine beschließenden Ausschüsse sowie das Kuratorium über alle wichtigen, die Hochschule und ihre Verwaltung betreffenden Angelegenheiten zu unterrichten.
( 5 ) Die Mitglieder des Rektorats sind berechtigt, an den Sitzungen aller Gremien teilzunehmen. Das Rektorat kann von allen Gremien der Hochschule verlangen, dass sie über bestimmte Angelegenheiten im Rahmen ihrer Zuständigkeit beraten und entscheiden. Es ist auf sein Verlangen über jede Angelegenheit im Bereich der Hochschule unverzüglich zu unterrichten.
( 6 ) Das Rektorat kann Arbeitsgruppen aus Mitgliedern der Hochschule einsetzen.
( 7 ) Das Rektorat entscheidet über die Gewährung von Leistungsbezügen an Professorinnen und Professoren.
( 8 ) Der Verwaltungsdirektor oder die Verwaltungsdirektorin ist im Rektorat zuständig für Allgemeine Verwaltungsangelegenheiten und -organisation, Finanzen, Personalplanung der weiteren Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen und der Personalverwaltung sowie der Bauangelegenheiten. Der Verwaltungsdirektor oder die Verwaltungsdirektorin ist Beauftragter oder Beauftragte für den Haushalt.
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§ 18
Erweiterte Hochschulleitung

( 1 ) Der Erweiterten Hochschulleitung gehören an:
  1. das Rektorat,
  2. drei Mitglieder der Studienkommission aufgrund von Wahlen im Senat,
  3. ein Leiter oder eine Leiterin der Institute für Forschung sowie Fort- und Weiterbildung aufgrund von Wahlen im Senat.
Die Amtszeit der in Nummer 2 und 3 genannten Personen beträgt drei Jahre.
( 2 ) Die Erweiterte Hochschulleitung erörtert Fragen von übergreifender Bedeutung.
( 3 ) Sie entscheidet auf Vorschlag der vom Senat eingesetzten Berufungskommission über die Berufung der hauptberuflichen Lehrkräfte.
( 4 ) Sie entscheidet über die Einstellung und Entlassung der hauptberuflichen Lehrkräfte.
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§ 19
Organisation der Lehre

Die Organisation der Lehre wird durch eine Ordnung geregelt.
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§ 20
Ausbildungsleiter oder -leiterin für die Diakoninnen- und Diakonenausbildung

( 1 ) Die Studiengangsleiter und Studiengangsleiterinnen der Studiengänge, die zum Diakonat ausbilden, wählen aus ihrer Mitte den Ausbildungsleiter oder die Ausbildungsleiterin für die Amtszeit von drei Jahren.
( 2 ) Die Aufgaben des Ausbildungsleiters oder der Ausbildungsleiterin sind insbesondere
  1. die Vertretung der Belange der Diakoninnen- und Diakonenausbildung in und außerhalb der Hochschule,
  2. die Koordinierung und curriculare Weiterentwicklung der Diakoninnen- und Diakonenausbildung an der Hochschule,
  3. die fachliche und organisatorische Leitung des Aufnahmeverfahrens für Diakonatsstudiengänge in der Hochschule,
  4. Zusammenarbeit mit der Stiftung Karlshöhe in der Weiterentwicklung des Diakonats und der Diakoninnen- und Diakonenausbildung.
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§ 21
Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte

( 1 ) Der Senat wählt in der Regel aus dem Kreis der weiblichen hauptamtlichen Lehrkräfte eine Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte für die Dauer von zwei Jahren. Wiederwahl ist zulässig. Der Senat regelt die Stellvertretung.
( 2 ) Die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte wirkt auf die Herstellung der verfassungsrechtlich gebotenen Chancengleichheit von Frauen und Männern und auf die Beseitigung von Nachteilen für wissenschaftlich tätige Frauen, Studentinnen und weitere Mitarbeiterinnen hin.
( 3 ) Die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte ist berechtigt, an den Sitzungen der Berufungskommissionen und der aufgrund einer Ordnung gemäß § 19 eingerichteten Gremien mit Rede- und Antragsrecht teilzunehmen. Die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte ist über jede Angelegenheit, die einen unmittelbaren Bezug zu ihrer Aufgabenstellung aufweist, frühzeitig zu unterrichten. Sie hat das Recht auf Beteiligung an Stellenausschreibungen und auf Einsicht in Bewerbungsunterlagen. Die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte erstattet dem Senat einen jährlichen Bericht über ihre Arbeit.
( 4 ) Die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte ist in der Ausübung ihrer Tätigkeit nicht an Weisungen gebunden. Wegen ihrer Tätigkeit darf sie weder allgemein noch in ihrer beruflichen Entwicklung benachteiligt werden.
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§ 22
Enthinderungsbeauftragte oder Enthinderungsbeauftragter

( 1 ) Der Senat wählt aus dem Kreis der hauptberuflichen Lehrkräfte einen Enthinderungsbeauftragten oder eine Enthinderungsbeauftragte für die Dauer von zwei Jahren. Wiederwahl ist zulässig. Der Senat regelt die Stellvertretung.
( 2 ) Der oder die Beauftragte hat die Aufgabe, die Interessen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hochschule sowie die besonderen Bedürfnisse Studierender mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen, besonders im Hinblick auf Studienbedingungen, Prüfungsverfahren und die Berufsvorbereitung durch Beratung auch im Zusammenhang mit Planung und Ausführung notwendiger behindertengerechter, technischer und baulicher Maßnahmen zu vertreten. Der oder die Beauftragte hat das Recht zur Information der Hochschulgremien in allen diesen Angelegenheiten und arbeitet in Erfüllung dieser Aufgaben mit den Hochschulorganen, den Studierendengruppen und zuständigen Stellen auch außerhalb der Hochschule zusammen, um die Gestaltung einer „barrierefreien Hochschule“ zu gewährleisten.
( 3 ) Der oder die Beauftragte nimmt an den Sitzungen des Senats mit beratender Stimme teil. Bei Bewerbungsverfahren, an denen Bewerber oder Bewerberinnen mit Assistenzbedarf beteiligt sind, muss der oder die Enthinderungsbeauftragte rechtzeitig informiert und angehört werden. Der oder die Enthinderungsbeauftragte erstattet dem Senat einen jährlichen Bericht über die Arbeit.
( 4 ) § 21 Abs. 4 gilt entsprechend.
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§ 23
Wissenschaftliche Einrichtungen

( 1 ) An der Hochschule können Institute als wissenschaftliche Einrichtungen gebildet werden.
( 2 ) Der Senat beschließt über die Bildung, Veränderung, Aufhebung und Zuordnung dieser Institute sowie deren Organisation mit Zustimmung des Kuratoriums.
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§ 24
Beirat

( 1 ) Der Beirat hat die Aufgabe, die Hochschule in ihrer Arbeit zu unterstützen sowie Vernetzung und Kooperationen zu fördern. Er soll zu grundsätzlichen Angelegenheiten der Hochschule gehört werden. Er gibt sich eine Geschäftsordnung.
( 2 ) Dem Beirat sollen insbesondere Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Forschung und Berufspraxis sowie mindestens zwei Studierende angehören. Der Rektor oder die Rektorin legt im Einvernehmen mit der Erweiterten Hochschulleitung die Zusammensetzung des Beirats fest.
( 3 ) Die Mitglieder werden im Benehmen mit den jeweiligen Einrichtungen vom Rektor oder der Rektorin für drei Jahre berufen. Wiederberufung ist möglich.
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§ 25
Inkrafttreten

Diese Verfassung tritt am 24. März 2009 in Kraft.

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1 ↑ Red. Anm.: Hierzu bestimmt Artikel 2 des Beschlusses zur Änderung der Verfassung der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg vom 28. Januar 2009 (Abl. 63 S. 339 [346]):„Artikel 2 ÜbergangsbestimmungenDie am 24. März 2009 an der Hochschule tätigen Lehrkräfte für besondere Aufgaben und die anderen hauptberuflichen Lehrkräfte, die nicht die Einstellungsvoraussetzungen nach § 8 erfüllen, gehören zur Gruppe der hauptberuflich tätigen Lehrkräfte im Sinne dieser Verfassung. Mit ihrem Ausscheiden aus der Hochschule fallen ihre Stellen weg bzw. werden in Professoren- bzw. Professorinnenstellen mit den Einstellungsvoraussetzungen nach § 8 Abs. 1 umgewandelt.“